Bei Cannabichromene oder kurz CBC handelt es sich um ein seltenes Phytocannabinoid, welches sehr früh in der Blühphase der Cannabispflanze, d.h. etwa sechs Wochen vor ihrer Reife, gebildet wird. Es scheint nicht nur auf den Trychomen vorzukommen sondern findet sich auch in anderen Teilen der Pflanze. Es entsteht durch die enzymatische Umwandlung aus dem Vorgängerstoff Cannabigerol (CBG). Bisher gibt es keine Beweise, dass CBC eine Wirkung auf die Cannabinoidrezeptoren CB1 und CB2 hat. Man vermutet jedoch das Cannabichromene verschiedene medizinische Wirkungen aufweist und die Effekte anderer Cannabinoide, wie THC, CBD und CBG unterstützt und verstärkt.

Wie zuvor erwähnt ist die medizinische Wirkung von CBC bisher nur in sehr geringem Maße erforscht. Zu den bisher bekannten Eigenschaften gehören die entzündungs- und schwellungshemmende Wirkung im Verdauungstrakt, da CBC dies tut ohne auf das endogene Cannabinoidsystem (ECS) einzuwirken lässt es sich hervorragend als Ergänzung mit den Wirkungen von Cannabidiol kombinieren. Beim Einsatz von medizinischem THC-haltigem Cannabis spielt die enthaltene Menge an CBC zudem eine entscheidende Rolle, da das Cannabichromene die Wirkung von THC signifikant zu verstärken scheint. Aus einer weiteren frühen Studie geht hervor, dass Cannabichromene eine Wirksamkeit bei der Linderung von Schmerzen aufzeigt, besonders wenn es mit CBD kombiniert wird. Eine Untersuchung an der Universität von Mississippi liefert Erkenntnisse darüber, dass die Gabe von CBC mit anderen Cannabinoiden eine stimmungsaufhellende Wirkung zeigt. Der genaue Zusammenhang dieser antidepressiven Wirkung ist jedoch noch nicht ausreichend erforscht und bedarf weiterer Untersuchungen. Abseits dieser Synergieeffekte mit anderen Cannabinoiden scheint CBC auch noch eigene spezifische Wirkungen zu haben. Zum Einen weisen erste Untersuchungen darauf hin, dass Cannabichromene ein positiver Faktor bei der Heilung von Nervenzellen (Neurogenese) im Gehirn ist und zum Anderen das Wachstum von Tumoren hemmen kann. Zudem weisen weitere Erkenntnisse darauf hin, das es als Mittel gegen antibiotikaresistente Bakterien einen Beitrag leisten. In jedem Fall scheint die weitere wissenschaftliche Untersuchung des Potentials von CBC interessante Erkenntnisse und Möglichkeiten für dessen Einsatz zu versprechen.

Als alleinstehendes Produkt ist CBC bisher eine Seltenheit. Man findet es jedoch häufig in sogenannten Vollspektrum-Ölen, in dene es die Wirkung der anderen enthaltenen Cannabinoide durch den sogenannten „Entourage Effekt“ verstärkt. Zu diesen Produkten gehören zahlreiche CBD-Öle, Salben, Cremes oder Liquide.

CBC-Facts:

  • Cannabichromene weist nur eine schwache Affinität zu den CB1- und CB2-Rezeptoren, die mit dem endogenen Cannabinoidsystem (ECS) verbunden sind
  • CBC nimmt eine entscheidende Rolle bei der Optimierung des „Entourage Effekts“ ein – es ist der Teamplayer unter den Cannabinoiden
  • Cannabichromene scheint die Behandlung von Krebs, Schmerzen und Entzündungen zu unterstützen
  • Da CBC genau wie CBD und CBG nicht psychoaktiv ist, fällt es nicht unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG)
  • Cannabichromene scheint gut verträglich zu sein und soll keine nennenswerten Nebenwirkungen hervorrufen

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