Terpene oder Terpenoide sind die Stoffe, welche wir als Gerüche wahrnehmen. Sie sind der Grund weshalb Cannabis seinen spezifischen und unverkennbaren Geruch hat, denn Cannabinoide sind geruchsneutral. Die Cannabispflanze produziert mehr als 200 verschiedene Terpene und das ist nur ein Bruchteil der über 30000 bislang identifizierten pflanzlichen Bestandteile in der Natur. Terpene werden als ungefährliche Lebensmittelzusätze eingestuft und sind pharmakologisch aktiv, besonders im Zusammenspiel mit Cannabinoiden. Diese Synergie verschiedener pflanzlicher Inhaltsstoffe wird als „Entourage Effekt“ bezeichnet.

Zu den bedeutendsten in der Cannabispflanze vorkommenden Terpene gehören: Humulen, Limonen, Pinen, (Beta-)Caryophyllen, Myrcen, Linalool, Ocimen und Terpinolen. Man findet sie hauptsächlich in den Trychomen der Pflanze, d.h. den feinen haarähnlichen Strukturen der Cannabisblüte. Terpene sind relativ flüchtige Stoffe, weshalb die unsachgemäße Lagerung von Cannabis schnell zu einem Verlust der duftenden Bestandteile führen kann.

Obwohl Terpene nur in sehr geringen Konzentrationen in der Cannabispflanze vorkommen (etwa 0,05% des Gesamtgewichts) sind sie pharmakologisch aktiv, d.h das sie spezifische gesundheitliche Wirkungen zeigen. Diese entfalten sie vor allem in Kombination mit den in der Pflanze enthaltenen Cannabinoiden. Das lässt sich damit begründen, dass die Membrandurchlässigkeit durch die Cannabinoide verbessert wird, wodurch die Terpene die Blut-Hirn-Schranke leichter durchdringen können. Terpenoide wirken an zahlreichen Rezeptoren im gesamten Körper und im Gehirn.

Ebenso so zahlreich sind die gesundheitlichen Effekte die ihnen nachgesagt werden, diese reichen von der Unterstützung des Kurzzeitgedächtnisses über antidepressive Wirkung bis hin zu entspannenden, schmerzlindernden und entzündungshemmenden Effekten. Um einen kleinen Einblick zu gewähren haben wir unter dem Punkt „Terpene-Facts“ einmal das Vorkommen und die verschiedenen Wirkungen von sechs der wichtigsten Terpene der Cannabispflanze in einer Übersicht für dich zusammengefasst.

Terpene-Facts:

  • Humulene finden sich vorwiegend in Hopfen und Koriander, sie sollen entzündungshemmend und appetitzügelnd wirken
  • Limonene findet man hauptsächlich in Orangen, Zitronen und anderen Zitrusfrüchten, sie sollen die Stimmung heben und Stress abbauen
  • Pinene, die für den spezifischen Duft von Nadelbäumen und besonders Pinien bekannten Terpene sollen entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung haben
  • Caryophyllene, welche primär in schwarzem Pfeffer und Nelken vorkommen, sollen entzündungshemmend und schmerzlindernd sein
  • Myrcene, die man in Mangos und Zitronengras vorfindet, wird eine lindernde Wirkung bei Verspannungen der Muskulatur nachgesagt
  • Linalool das in Lavendel und Zimt zu finden ist soll beruhigend und entspannend wirken, man sagt ihm eine angstlindernde Wirkung nach

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, kannst du im nächsten Blog-Beitrag mehr über den „Entourage Effekt“ erfahren.

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